Kommentare
Lars76 zu Monuments Men: Ungewöhnliche Helden
Großartiger Cast in einem nicht schlechten Film, aber dennoch enttäuschend. MM kann sich nie zwischen Ernsthaftigkeit und Humor entscheiden bzw. bekommt den Spagat zwischen beidem nicht hin. Die Intention, den Verlust von Kulturgütern durch Krieg ins Gedächtnis zu rufen, ist nobel und wird auch immer wieder betont, aber trotzdem bleibt die ganze Sache recht belanglos.
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Majkel_Kroyst zu Drecksau
Ein wirklich sehenswerter tragisch-grotesker Film.
Aberwitzig und unterhaltsam zugleich arbeitet sich die Erzählung den Film hindurch in die Tragödie des Lebens des Polizisten Robertson ein.
Schön, wie er analog zu seinem Niedergang optisch verfällt. Eine schöne Rolle für den stets jugendlich-schnöselig wirkenden James McAvoy.
[Spoiler]Anfänglich scheint er dabei noch amoralisch hedonistisch lebenskünstlerisch über den Dingen befindlich, aber der absurde und bittere Humor löst dies auf und überlässt Robertson, nachdem seine Exzesse im wahrsten Sinne apokalyptisch durchdekliniert worden sind, im trostlosen, armseligen Elend zurück. Die seufzende und tränenschwangere Ironie, mit der er im Suizid endet, ist die konsequente Antwort auf die hoffnungs- und rettungslose Welt für einen wirklich modernen Menschen wie Robertson.
fabian
Interessanter Kommentar. Mir ist nicht ganz klar in wie fern Robertson für dich ein moderner Mensch ist und damit die Welt rettungslos für ihn ist? Kannst du mir das kurz erklären?
Majkel_Kroyst
Ehrlich gesagt war ich mir beim Schreiben des Kommentars selbst schon sicher, dass ich die steile These noch rechtfertigen werden müsse.
Ich setze den nachfolgenden Text mal in Spoiler-Klammern, um die Pinnwand nicht allzu voll zu spammen.
[Spoiler]Ich würde nicht behaupten, dass die Figur des Robertson an sich bzw. ausschließlich für den modernen Menschen bzw. als Bild für diesen steht, aber in seinen krampfhaften Versuchen, sich parasitär, nihilistisch und destruktiv Befriedung zu verschaffen, inmitten seiner katastrophalen Kaputtheit und Verlorenheit, zeigt er m.E. auf die moderne Gesellschaft und ihre aus alten Bezügen gefallenen Subjekte. Es geht m.E. dabei um Sinnverluste und den Zerfall von Einheit.
Robertsons Problem sind nicht seine asozialen Verhaltensweisen oder seine Kaputtheit, sondern das Wissen, dass er etwas verloren hat, das ihn unglaublich schmerzt, wobei er nicht einmal weiß wie und warum es (seine Familie) abhanden gekommen ist. Wenngleich er durch seine Handlungen eigentlich jegliche Moralität zu negieren scheint, hat er durchaus einen Begriff von seiner eigenen Verworfenheit und sehnt sich nach der Rettung durch die Liebe einer Frau. Deshalb verkleidet er sich ja auch als seine weggelaufene Frau - eine recht psychoanalytisch anmutende Wendung, die er im Film selbst sogar noch erklärt, damit es auch niemanden entgeht, dass er nicht einfach pervers, sondern verletzt ist.
Das 'Sich-Sehen nach Erlösung durch Liebe' hört sich eventuell nach einem ziemlichen Geschmonze an, ist aber ein typisches Motiv moderner Dramen und Romane, z.B. in Ibsens 'Peer Gynt' oder Houellebecqs 'Ausweitung der Kampfzone'.
Als 'rettungslos' verstehe ich seine Welt, wenn er sich am Ende das Leben nimmt, weil er weiß, dass es die Erlösung, die er sich ersehnt, nicht gibt. Eigentlich könnte man sich das Ende des Films ja auch so vorstellen, dass er, nachdem er in aller Öffentlichkeit bloßgestellt und beruflich degradiert wurde, geläutert neu anfängt. Er müsste also - ganz banal - auf die Drogen, Sexexzesse usw. verzichten, eine bzw. mehrere Therapien machen und vor allem die Sehnsucht nach der heilen Familienwelt, die er verloren hat bzw. verloren zu haben glaubt (man weiß ja nicht, ob es dass überhaupt wirklich gegeben hat) aufgeben und an stattdessen ein neues Leben mit der blonden Witwe-mit-Kind führen. Wenn man sich das so durchdenkt, stellt man fest, dass das zwar eine pragmatische Herangehensweise ist, dass man aber damit es klappt, auch wirklich daran glauben muss, dass das richtig, wahr und gut ist. Und ich gehe davon aus, dass Robertson weiß, dass das nicht seine Wahrheit sein kann. Er will in sein altes Glück zurück, auch wenn es das vielleicht nie gegeben hat. Er ist emotional ein schwarzes Loch. Seine Asozialität geht nicht umsonst Hand-in-Hand mit seiner Unfähigkeit, sein Bedürfnis nach Befriedigung zu stillen. Nicht umsonst versucht er mehrmals erfolglos onanierend zum Höhepunkt zu kommen. Seine übrigen Sexualkontakte haben auch eher den Charakter selbstangeekelten verzweifelten Missbrauchs. Ganz davon abgesehen, dass er sich im Zusammenhang mit dem Tod seines Bruders als wertlos und schuldig empfindet.
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Majkel_Kroyst zu Conjuring - Die Heimsuchung
Ein solider, schöner Horrorfilm - ganz wie ich es mag. Der Film erfindet weder das Genre neu, noch strotzt er vor neuen Ideen, sondern zitiert ausgiebig Klassiker und dekliniert das Genre konsequent durch.
Der ganze Film ist mit Hingabe für Optik und Stimmung gemacht und auch die gut gecasteten Schauspieler machen ihren Job so wie sie sollen.
Freunde des altbewährten Haunted-House und Suspense-Horrors kommen voll auf ihre Kosten.
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Majkel_Kroyst zu Dead Man Walking - Sein letzter Gang
Ein wirklich hervorragender Film. Besonders Sean Penn macht seine Sache als Matthew Poncelet ausgezeichnet. Eine seiner besten Darbietungen.
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Majkel_Kroyst zu Die Verurteilten
Inzwischen uralt, tausend Mal im Fernsehen gesehen und, und, und. Sicherlich eine der besten bzw. die beste Verfilmung eines Stephen-King-Stoffs.
Der Film mag die eine oder andere Schwäche haben, gerade was Moral und Pathos angeht, aber ansonsten ist er einfach in jeder Hinsicht großartig.
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Majkel_Kroyst zu Cheyenne - This Must Be the Place
Ein schöner Film, recht bedächtig und teilweise ein wenig drüber und künstlich, aber nichtsdestotrotz sehenswert.
Über Sean Penns schauspielerische Leistung kann man wirklich geteilter Meinung sein. Ich würde es mal so sagen: Er trägt den Film definitiv nicht. Das tut eher die Kamera und die mitlaufenden aktiven und passiven Reflexionen über das Leben im Speziellen, als auch Allgemeinen.
Irgendwie gefällt mir der Film besonders auf den quasi zweiten Blick, sozusagen neben der Story.
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Majkel_Kroyst zu Training Day
Ein großartiger Film mit ausgezeichneten Schauspielern. Denzel Washington läuft zu voller Größe auf und Ethan Hawke macht seine Sache auch ausgezeichnet. Sehenswert und spannend.
[Spoiler]Der absolute Höhepunkt ist natürlich die Badewannen-Szene, wenn Ethan Hawke kopfüber in der Wanne hängt, die Schrotflinte der Mexikaner an der Wange.
Natürlich ist das konstruiert bis zum Abwinken, aber wen schert es, wenn dabei ein sau-spannender pathetischer Twist rausspringt? Ich liebe diese Szene. Alleine deswegen ist der Film schon sehenswert.
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Hendrik zu Gesetz der Strasse - Brooklyn's Finest
Hervorragender, vielschichtiger, breit angelegter Neo- Noir, in dem die Protagonisten sich mit verzweifelter Zielstrebigkeit auf dem Weg in die scheinbar unausweichliche, sie alle zusammenführende Katastrophe befinden. Diese stellt sich dann auch mit "Taxi Driver"-Finale-ähnlicher Wucht und Härte ein.
"Brooklyns Finest" ist großartig besetzt, eminent politisch und unbedingt sehenswert!
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Hendrik zu Training Day
Antoine Fuqua, der sich zuletzt mit "Olympus Has Fallen" angenehm gemacht hat, hat 2001 diesen düsteren Thriller gedreht. Denzel Washington hat für seine unglaubliche Leistung zurecht den Oscar erhalten. Die manipulative Niedertracht, mit der die von ihm gespielte Figur agiert und vor allem den "Neuling" (Ethan Hawke) abwechselnd einschüchtert oder umgarnt, muß man gesehen haben. Fuqua, der vor "Training Day" Musikvideos, die John Woo- Hommage "Replacement Killers" und die Action-Fingerübung "Bait" gedreht hat, hat hier einen modernen Klassiker des Polizei-Films vorgelegt, der in jeder Minute auf beklemmende Weise fesselt und in seinem Werk nur noch von "Brooklyns Finest" übertroffen wird.
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Lars76 zu Schrei nach Rache
Außer den Splatter-sfx ziemlich lahm.
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Lars76 zu Hanger
Menschenverachtende, zynische, abartig gute Unterhaltung, nur für Gorehounds.
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Lars76 zu Menschenfresser
Sleazy, gory Splatterfilm. Nichts für Mainstreamer!
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fabian zu Big Ass Spider!
Kleiner aber feiner feel good Trash á la Shaun of the Dead.
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fabian zu Texas Killing Fields - Schreiendes Land
Merkwürdiger Film. Hat eine große, durchdringende Spannung aufgebaut, die mich ziemlich gefesselt hat, ist aber völlig konfus und undeutlich in der Darstellung der einzelnen Personen und deren Hintergründe. Wirkt wie der große Wunsch geheimnisvoll sein will, ist er aber nicht.
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Lars76 zu Himmlische kreaturen
Großartig gespieltes Drama!
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Lars76 zu Abgedreht
Charmante Komödie.
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Lars76 zu Das Grauen kommt nachts
Mischung aus Okkult- und Vampirhorror, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es mir Richtung Trash oder Richtung Arthouse geht. Die Masken, Kostüme und Innenkulissen erinnern an die alte Enterprise-Serie, zeitweise agieren die Schauspieler mehr wie auf einer Theaterbühne als in Filmkulissen. Licht, Farben und Score geben dem Ganzen eine leicht psychedelische Note.
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Lars76 zu John Rambo
Für mich neben dem ersten Teil der beste Film der Reihe und ein würdiger Abschluss (?) nach dem lächerlichen dritten Teil. Lässt es ruig angehen, bis sich Rambo nach kurzer Zeit auf sein eigentliches Talent besinnt, die Kriegsführung. An Brutalität und Menschenverachtung kaum zu toppen, einziger Wehrmutstropfen die leider arg gehäuften (schlechten) CGI-Effekte. Aber bei all der bombastischen Action mag man drüber wegsehen.
Lars76
Muss mich hier mal nach erneuter Sichtung der Reihe in doppelter Hinsicht korrigieren: Teil 3 ist zwar der schwächste der Reihe, aber keinesfalls lächerlich. Und für den hier gehe ich in der Wertung noch einen Punkt hoch, ist einfach ein krasses Actionbrett!
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Lars76 zu The Last Stand
Sicher kommt er nicht an die alten Arnie-Perlen ran, aber er macht Spaß, bietet solide Action und viel Feuerkraft. Und es ist angenehm, daß Arnie nicht auf ewig jung macht, sondern seine Rollen seinem Alter anpasst.
Lars76
Bei erneuter Sichtung wertungsstabil! Geradliniger Actioner mit Western-Anleihen, und der Humor ist auf dem Punkt, ohne lächerlich zu wirken.
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Lars76 zu Midnight Run - 5 Tage bis Mitternacht
Vor etlichen Jahren hat er mir gut gefallen.
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