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Kommentare | FilmPaul

Kommentare

Cover: Blutiger Freitag (1972)

Lars76 zu Blutiger Freitag

Kurz vor seiner Verhandlung vorm Gericht in München gelingt dem Verbrecher Heinz Klett mit Hilfe von Kumpanen die Flucht. Zusammen mit seinem Freund Luigi, dessen Freundin und deren Bruder plant Klett einen Banküberfall, um sich dann ins Ausland abzusetzen. Im Vorfeld wird noch ein US-amerikanischer Waffentransporter überfallen, wobei die Truppe automatische Waffen und Handgranaten erbeutet. Der Banküberfall selbst läuft natürlich nicht glatt und entwickelt sich zu einer Geiselnahme und Erpressung im großen Stil. Durch verschiedene Faktoren eskaliert die Situation nach und nach fatal.
Diese deutsch-ialienische Koproduktion ist Kino auf hohem internationalen Niveau und bietet bis an die Grenzen des (damals) Zumutbaren schwer unterhaltsame Exploitation.

9.0
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Cover: Neonkiller (1985)

Lars76 zu Neonkiller

... ist ein lupenreiner B-Actioner, der weniger auf Substanz der Handlung setzt, als viel mehr die Schauwerte in den Vordergrund stellt. Und da ist ordentlich was los. Seien es die "schmelzenden" Opfer der in ihrer Effektivität durch Neonröhren verstärkten (!) Laserwaffe, blutige Schießereien, wilde Verfolgungsjagden, gerne auch mit Kollateralschäden unter Zivilisten, oder auch in Flammen stehende Schergen. Für Freunde des Genres wird hier einiges geboten.

6.0
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Cover: Augen der Angst (1960)

Lars76 zu Augen der Angst

... ist ein atmosphärisch dichter Thriller, der trotz des weitestgehenden Verzichts auf blutige Details, oder gerade deswegen, ein hohes Maß an Intensität erreicht. Denn die Frage nach dem Täter ist schnell geklärt, und der Zuschauer wird durch Erzählstruktur und Kameraarbeit selbst zum Voyeur und Komplizen des psychopathischen Mörders bei dessen Vorhaben, einen "Dokumentarfilm" zu drehen und die Todesangst seiner Opfer, die er auf sehr perfide Art und Weise noch verstärkt, auf Zelluloid zu bannen. Karlheinz Böhm spielt hier ganz hervorragend in der Hauptrolle den als Kind selbst zum Opfer gewordenen Killer, der sein "Projekt" in radikaler Konsequenz zu Ende führt.

8.0
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Cover: Andromeda: Tödlicher Staub aus dem All (1971)

Frank_L zu Andromeda: Tödlicher Staub aus dem All

SciFi mit einem Hauch Endzeit. Eine Sonde kehrt aus dem All auf die Erde zurück und schleppt dabei einen fremden Mikroorganismus ein. Die Rettung der Menschheit durch die Wissenschaft ist spannend erzählt. Leider kommt das Ende zu abrupt und ist zudem nicht befriedigend.

7.0
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Cover: Die Stunde des Headhunter (1988)

Lars76 zu Die Stunde des Headhunter

... ist ein inhaltlich eigentlich recht interessanter Okkult-Horrorfilm, wird aber durch seine hölzerne Inszenierung und die ebenso agierenden Hauptdarsteller immer wieder ausgebremst.

4.0
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Cover: I Melt with You - Wenn das Leben dich f****, dann schlag zurück! (2011)

Lars76 zu I Melt with You - Wenn das Leben dich ...

... ist ein exzessiv ausuferndes, konsequent fatalistisches Drama, getragen von der hervorragenden Performance seiner vier Hauptdarsteller, unterstützt von einer guten Kameraarbeit und begleitet von einem absolut passenden OST, u.a. mit den "Sex Pistols", "The Clash" und "Adam and the Ants", aber auch "Grandmaster Flash".

7.0
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Cover: Wir waren Helden (2002)

Lars76 zu Wir waren Helden

Nach erneuter Sichtung gehe ich hier einen Zähler hoch, denn "We Were Soldiers", wie der Film viel passender im Original betitelt ist, ist einer der eindrücklichsten (Anti)kriegsfilme, die wohl je gedreht wurden. Selten wurden die Schrecken und Greuel des Krieges so ungeschönt und emotional berührend gezeigt, sowohl an der Front als auch in der Heimat. Um (amerikanisches) Heldentum, wie der deutsche Vertriebstitel suggeriert, geht es hier mitnichten. Es wird weitestgehend auf die Verwendung typischer Klischees verzichtet, sowohl die militärische Ausbildung und den Drill betreffend als auch bezüglich der Nordvietnamesen, die genauso respektvoll als Soldaten mit Gefühlen und Familie gezeigt werden wie die Amerikaner.

9.0
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Cover: Prärie des Todes (1975)

Lars76 zu Prärie des Todes

... ist ein überwiegend nihilistischer Spätitalowestern mit einer beklemmend trostlosen Atmosphäre, genretypisch hart und brutal inszeniert und mit etwas Fulci-Gore garniert. Zumindest in der unzensierten Originalfassung gibt es dann noch Tabubrüche wie (unfreiwilligen) Kannibalismus zu sehen. Ausdrucksstark spielen vor allem Fabio Testi als Glücksspieler Stubby und Thomas Milian als sadistischer Peiniger Chaco. Letzterer hat leider viel zu wenig Screentime, bleibt aber mit seiner Performance am nachdrücklichsten in Erinnerung.

7.0
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Cover: Django - Sein Gesangbuch war der Colt (1966)

Lars76 zu Django - Sein Gesangbuch war der Colt

Um gleich einmal jegliches Missverständnis aus dem Weg zu räumen: Der Film ist zwar aus demselben Entszehungsjahr wie Sergio Corbuccis "Django", und Franco Nero spielt hier die zumindest in der deutschen Synchronisation so benannte Hauptfigur. Dennoch ist dies keine Fortsetzung des Klassikers und hat auch sonst inhaltlich nichts mit diesem gemein. Franco Neros Hauptfigur heißt im übrigen in der Originaltonfassung Tom Corbett.
Dieser erste Italowestern Lucio Fulcis ist ein pessimistischer Genrebeitrag, der vordergründig eine klassische Rachegeschichte erzählt, hintergründig aber auch nicht mit Kapitalismuskritik spart. Die Inszenierung ist genretypisch hart, und eher untypisch für die Entstehungszeit wird diese Härte auch mit vielen blutigen Szenen sichtbar gemacht, auch wenn es hier noch keine Splatter- und Goreszenen zu sehen gibt, für die der Regisseur in seinem späteren Werk berühmt-berüchtigt war. Neben Franco Nero spielt George Hilton sehr überzeugend seinen trinkfesten und schießwütigen Bruder.

7.0
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Cover: Jailbreak (2017)

Lars76 zu Jailbreak

Eine Gruppe Elitepolizisten soll den Gangster Playboy, den mutmaßlichen Kopf der "Butterfly"-Gang, nach seiner Festnahme in ein Hochsicherheitsgefängnis überstellen. Da Playboy zwecks eines Deals zur Milderung seines Strafmaßes die Identität der wahren Chefin der Gang, Madame Butterflys, verraten will, setzt diese ein Kopfgeld auf ihn aus. Kaum ist die Eskorte mit ihrem Gefangenen im Knast angekommen, finden sie sich mitten in einem blutigen Aufstand und einer Menschenjagd wieder.
Das Setting dieses kambodschanischen Actionthrillers ist simpel, verspricht aber Action auf hohem Niveau. Diese besteht dann aber ausschließlich aus Martial-Arts-Prügeleien im großen Stil, denn außer einigen Hieb- und Stichwaffen gibt es kein weiteres Arsenal im Knast. Die Massenfights sind ansprechend, aber blutarm, choreografiert und erreichen so nie die Härte, Rohheit und Intensität der "Raid"-Filme. Die Inszenierung ist temporeich, unterstützt von einem treibenden Soundtrack, ihr fehlt allerdings ein wenig Düsternis. Grötes Manko ist der sich durch die gesamte Handlung ziehende, deplaziert wirkende Humor.
Regiedebüt (zumindest laut OFDb), das auf Steigerung hoffen lässt.

6.0
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Cover: Black Panther (2018)

Frank_L zu Black Panther

Mal wieder leichte Marvel-Kino-Kost. Das Setting, der Score und die Verfolgungsjagden sind ganz nett. Alles andere ist auch egal ... Schauspieler, böser Gegenspieler, Story (die gefühlt keine Hinweise auf Infinity War enthält). Kann man sich schenken.

6.3
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Cover: Die Jagd (2012)

Frank_L zu Die Jagd

Starker Film, dessen Thematik und die Art der Darstellung mir sehr nahe ging. Ich schließe mich vollkommen Andrea's Kommentar an. Der wirkt nach ...

8.5
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Cover: Shape of Water: Das Flüstern des Wassers (2017)

fabian zu Shape of Water: Das Flüstern des ...

Ein liebevolles, schönes Märchen für Erwachsene, in der Leichtigkeit und Poesie hat es mich wiederholt an Amelie erinnert. Für mich aber etwas zu wenig Kanten und etwas zu lang. Und, auch wenn Shape of water ein toller Film ist, der Oscar fühlt sich für mich zu sehr nach selbstbeweihräucherung Hollywoods an.

7.8
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Cover: Sieben Psychos (2012)

fabian zu Sieben Psychos

Hat mich seltsam kalt gelassen und zeitweise fast gelangweilt. Merkwürdig, da die Geschichte schön skurril und der Cast super ist, aber, aa bin ich absolut bei Majkel, der Kick fehlt.

6.7
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Cover: Three Billboards Outside Ebbing, Missouri (2017)

fabian zu Three Billboards Outside Ebbing, ...

Ein wundervoller Film. Schwere Themen wie Schuld, Vergebung, Verantwortung, Aktion und Reaktion, Alltagsdiskriminierung und und und werden hier mit ungewöhnlichen Leichtigkeit behandelt, ohne einen Zweifel an deren Wichtigkeit zu lassen. Trotz des Humors werden die einzelnen Charaktere nicht lächerlich gemacht.

Schauspielerisch sind alle top. Auch wenn Frances McDormand demnach für jeden Film einen Oscar bekommen müsste. Die Rolle scheint ihr auf den Leib geschrieben und sie spielt so gut wie immer. Bei Sam Rockwell ist es vor allem die Figur des Dixon die super ist (und natürlich spielt er es auch sehr gut).

Absolute Empfehlung.

9.2
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Cover: Was geschah am Montag? (2017)

fabian zu Was geschah am Montag?

Nett Idee, aber die Unfähigkeit der Schwestern die offensichtliche Lösung zu erkennen hat mir jegliche Spannung genommen. Entweder hätte der finale Twist für den Zuschauer geschickter verpackt werden müssen, oder die Schwestern dürften nicht zu lange im Dunklen tappen dürfen. So regt man sich die ganze Zeit nur über die Dummheit der Schwestern auf.

6.0
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Cover: The Cloverfield Paradox (2018)

fabian zu The Cloverfield Paradox

Leider wurden die Ideen und Möglichkeiten [Spoiler]der Wechselwirkungen mit der Paralleldimension meiner Meinung nach nicht genug genutzt. [Spoiler]Während die Crewmitglieder entsprechend der Prämisse des Films zunächst noch schlüssig das zeitliche segnen, wird es mir dann zu willkürlich und nicht mehr zwingend genug. Trotz dessen ist The Cloverfield Paradox ein stimmungsvoller Sci - Fi Streifen.

6.5
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Cover: The Gifted (2017)

fabian zu The Gifted

The Gifted ist eine der schlechtesten Serien die ich mir in letzter Zeit angetan habe. Der Versuch Familiendrama, Gesellschaftskritik und Action zu vereinen scheitert unter allen Gesichtspunkten.

Eindimensionales Drama mit durchweg klischeehaften Charakteren ohne Profil und Tiefe, unverständliche Handlungen der Figuren, dämliche Dialoge, schauspielerisch keinerlei Höhepunkte, langweilige Action, billig produziert und und und. Bis zur 7. Folge habe ich es geschafft, dann war Schluss.

The Gifted erinnert mich sehr an Fear the walking dead, auf welche nahezu die gleichen Kritikpunkte zutreffen. Finger weg.

2.5
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Cover: The Birth of a Nation - Aufstand zur Freiheit (2016)

Lars76 zu The Birth of a Nation - Aufstand zur ...

... ist ein historisches Drama, angesiedelt Anfang des 19. Jahrhunderts während der Zeit der Sklaverei in Virginia, Jahrzehnte vor dem Bürgerkrieg. Erzählt wird die Geschichte Nat Turners. Als Junge bringt Nat sich selbst das Lesen bei und wird von der Frau des Plantagenbesitzers noch darin gefördert, allerdings ausschließlich durch Lektüre der Bibel. Als junger Mann predigt Nat vor den anderen Sklaven der Plantage, und sein finanziell angeschlagener Besitzer erkennt sein Potential und missbraucht ihn als bezahlten Wanderprediger, mit dem er zu anderen Plantagen fährt, wo Nat die jeweiligen Sklaven mit Bibelzitaten quasi ruhig halten soll. Mit der Zeit erkennt Nat jedoch den opportunistischen Charakter seines Handelns und nachdem er auf den Plantagen immer mehr Ungerechtigkeiten und brutale Misshandlungen miterlebt hat, führt er einen zwei Tage andauernden blutigen Aufstand an, dem einige Sklavenbesitzer zum Opfer fallen, der aber auch seine eigene Hinrichtung und die Vergeltung an vielen unschuldigen Sklaven zur Folge hat.
Der deutsche Untertitel ist leider absolut unpassend, da der kleine, lokal begrenzte Aufstand mitnichten zur Befreiung führte. Auch der Sinn des Originaltitels bezüglich des Inhalts erschließt sich mir nicht. Eventuell ist es als Aneignung, "feindliche Übernahme" des gleichlautenden Titels eines rassistischen Filmepos von 1915 gedacht. Jedenfalls ist ein intensives, sehr eindrückliches Drama gelungen, das einmal mehr die Greuel der Slavenzeit mit teils unerträglichen Bildern thematisiert und im Gedächtnis hält.

8.0
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