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Cover: James Bond 007 - Casino Royale (2006)

Lars76 zu James Bond 007 - Casino Royale

... ist nun endlich keine Blindempfehlung mehr. Zwölf Jahre zu spät ist nun endlich meine Erstsichtung eines Bond-Filmes mit Daniel Craig in der Hauptrolle erfolgt. Zugegeben, rein optisch ist der mit seiner mehr Schlägertyp- als Gentlemanvisage gewöhnungsbedürftig, aber zweifellos ist er auch der bisher physischste Bond aller Zeiten und bringt mit seiner rauen Interpretation der Figur frischen Wind in das Franchise.
Die Besetzung seines ersten Abenteuers mit u.a. Eva Green und Mads Mikkelsen ist top, die Inszenierung sowohl in den Action- als auch in den ruhigeren Sequenzen sehr spannend. Macht Lust auf mehr!

8.0
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Cover: Heiße Erde (1957)

Lars76 zu Heiße Erde

Auf einer fiktiven Karibik-Insel während der britischen Kolonialherrschaft: Maxwell Fleury (James Mason), Plantagenbesitzer, will in die Politik gehen und sich als Gegenkandidat gegen den jungen Farbigen David Boyeur (Harry Belafonte) aufstellen lassen. Seine Schwester plant, den Sohn des Gouverneurs zu ehelichen. Erheblich Steine in ihren Weg legt den Fleury-Geschwistern der Enthüllungsartikel eines amerikanischen Journalisten, indem er die "viertel-farbige" Herkunft der Großmutter aufdeckt.
Der Adjutant des Gouverneurs bandelt mit der ehemaligen Freundin Boyeurs an und verlässt schließlich die Insel gen England. Boyeur selbst ist Gefangener und Opfer seiner eigenen traditionellen Vorstellungen und seines Rassismus, er schickt seine voraussichtliche Partnerin, eine weiße Witwe in die Wüste, zugunsten seiner politischen Karriere.
Ganz nebenbei begeht der krankhaft eifersüchtige Maxwell Fleury noch einen Totschlag im Affekt.
Zu seiner Entstehungszeit angesichts seiner mehr oder weniger subtilen Andeutungen von gemischtrassigen Liebschaften sicher skandalöses, in Cinemascope vor exotischer Kulisse inszeniertes Drama.

6.0
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Cover: Five Minutes to Live (1961)

Lars76 zu Five Minutes to Live

Johnny Cash goes Home Invasion. Johnny Cabot (Johnny Cash) und Fred Dorella wollen einen Bankraub durchführen, indem Johnny die Ehefrau eines leitenden Angestellten der Bank in ihrem Haus als Geisel nimmt, während Fred in der Bank den Erpresser gibt und 70.000 Dollar einsackt. Ruft Fred Johnny nach einem ersten Anruf nicht 5 Minuten später wieder an, soll der die Frau erschießen. Dumm nur, daß der Bankangestellte eine Geliebte hat und kurz davor steht, mit ihr durchzubrennen...
Cash zeigt sich hier zwar nicht gerade als begnadeter Schauspieler, hat aber sichtlich Spaß in seiner Rolle des chauvinistischen, sadistischen Schwerkriminellen, der sich die Zeit damit vertreibt, seine Geisel zu schikanieren, zu demütigen und zu terrorisieren. Das so nicht unbedingt zu erwartende Happy End nimmt dem Ganzen dann leider etwas den Pep.
Zumindest für Johnny-Cash-Fans empfehlenswert.

6.0
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Cover: Shaft - noch fragen? (2000)

Lars76 zu Shaft - noch fragen?

... ist kein Remake, sondern ein rundum gelungener Transfer ins neue Jahrtausend. Der originale Shaft in Originalbesetzung Richard Roundtree spielt nur am Rande eine Rolle als Onkel seines Neffens (Samuel Jackson), ein guter Kniff, nicht die in den '70er-Jahren sozialisierte Figur in die moderne Zeit zu verlegen, sondern quasi ein Familienmitglied die Nachfolge antreten zu lassen, so passt auch die Glatze statt des '70er-Afros. Und Jackson ist dafür natürlich die beste Wahl mit seiner Coolness und seinem Zynismus.
Inhaltlich bekommt man zwar keine überraschenden Innovationen geboten, Shaft hat es mit den gängigen Baddies zu tun: weiße Rassisten, korrupte und rassistische Polizisten, Dealer etc., nichtsdestotrotz wird man sehr gut unterhalten, wenn Shaft sich um die Dinge kümmert.

7.0
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Cover: Good Night Hell (1989)

Lars76 zu Good Night Hell

Irgendwo in der Mojave-Wüste befindet sich ein Team von Wissenschaftlern in einem unterirdischen Labor. Wie wir im Handlungsverlauf erfahren, sind 99% der Bevölkerung (Welt-? US-?) einem nicht nuklearen, aber auch nicht weiter definierten "Unfall" zum Opfer gefallen. Die überlebenden Wissenschaftler haben mittlerweile ein Serum zur Impfung entwickelt. Als sie bei einem Ausflug zur Nahrungssuche ein Camp von weiteren Überlebenden, die allerdings fast ausschließlich grausam niedergemetzelt wurden, entdecken, nehmen sie eine Schwangere mit ins Labor. Der außergewöhnlich schnell wachsende Fötus (einige Monate über Nacht!) erweißt sich als Mutant, der natürlich beim Versuch einer Abtreibung entkommt. Rasend schnell weiter ausgewachsen, jagt der Mutant fortan die Menschen durch Räume und Lüftungsschächte und dezimiert sie.
Der von Roger Corman produzierte SciFi-Horror-Mix mit Splatter- und Gore-Einlagen ist wenig innovativ, offenbar ein x-ter "Alien"-Rip-off und nah an der Grenze zum Trash. Dies aber auf gut unterhaltende Art und Weise, einige ausgefallene Creature-sfx aufbietend, ist er zumindest für Freunde von B-Movies empfehlenswert.

6.0
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Cover: Das Grauen kommt um zehn (1979)

Lars76 zu Das Grauen kommt um zehn

Babysitterin Jill wird während eines Jobs wiederholt von einem Mann angerufen, der ihr immer wieder dieselbe Frage stellt, ob sie schon nach den Kindern gesehen habe. Zunehmend verängstigt wendet sie sich an die Polizei, die herausfindet, [Spoiler]daß die Anrufe von einem anderen Anschluss im selben Haus kommen. Kurz bevor der Fremde sich Jill offenbaren kann, trifft ein Streifenwagen ein, Jill entkommt dem Haus, allerdings liegen die Kinder schon seit Stunden ermordet in ihren Betten.
Sieben Jahre später entkommt der Täter aus einer Nervenheilanstalt, wo er aufgrund von Unzurechnungsfähigkeit nach dem Verbrechen untergebracht worden war. Ein damals an dem Fall beteiligter Detective, mittlerweile als Privatdetektiv tätig, sucht den Entflohenen im Auftrag des Vaters der damaligen Opfer, nicht um ihn zurück in die Psychiatrie zu bringen, sondern um "Gerechtigkeit" walten zu lassen. Nachdem der Psychopath sich eine Zeit lang im Obdachlosenmilieu herumgetrieben hat, stößt er zufällig auf Babysitterin Jill von damals, die mittlerweile selbst Mutter ist, und belästigt sie wiederum in ihrem Haus, wo es auch zum finalen Showdown kommt.

Dieser Psychothriller ist zu Beginn in seiner quasi ersten Episode ganz stark, schafft es, ohne große Schockmomente eine quälende Atmosphäre der Angst und des Terrors aufzubauen. Leider kommt es dann im "Mittelteil" zu einem Bruch. Zwar hat der Psycho einige sehr starke Auftritte, aber scheinbar kippt das Ganze von Thriller zu zumindest fragwürdiger Selbstjustizthematik, um dann im "dritten Teil" wieder sehr stark den Thrilleransatz aufzugreifen, was etwas zu sehr konstruiert wirkt.
Durch diese Zerrissenheit der Struktur wirkt das Ganze teils etwas holprig und unausgegoren, ist aber in seinen einzelnen Teilen stark genug, um unbedingt empfehlenswert zu sein.

7.0
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Cover: Fear X - Im Angesicht der Angst (2003)

Lars76 zu Fear X - Im Angesicht der Angst

... ist zwar der "schwächste" von mir bisher gesehene Film Nicolas Winding Refns, aber aufgrund seiner Besetzung - nicht nur John Turturro agiert großartig! - und des schon anklingenden in späteren Filmen perfektionierten Stilbewusstseins des Regisseurs dennoch empfehlenswert.
Sicher kein "feel-good-movie" ist "Fear X" ein mit seiner unangenehmen Stimmung und teils surrealen Bildern faszinierender Thriller, der den Zuschauer mehr oder weniger mit offenen Fragen zurücklassen wird. Wer das nicht mag, sollte die Finger davon lassen.

7.0
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Cover: Der Mann der aus dem Dschungel kam (1979)

Lars76 zu Der Mann der aus dem Dschungel kam

Während des Vietnamkriegs gerät die einen südvietnamesischen Verbindungsoffizier eskortierende US-Spezialeinheit unter feindlichen Beschuss, wobei der Vietnamese einen verletzten Amerikaner zurücklässt, woraufhin die restlichen Amerikaner ihrerseits ihrem Schützling das Geleit verweigern und ihn "verlieren". Zehn Jahre später fällt ein ehemaliges Mitglied der Spezialeinheit in Los Angeles einem Mord zum Opfer, ebenso eines in Niagara Falls, wo auch die restlichen beiden leben. Der Vietnamese ist auf Rache aus, und die örtliche Polizei zeigt sich unfähig. Doch ein Veteran stellt sich dem Kampf.
Die Frage nach dem Täter ist frühzeitig geklärt bzw. stellt sich gar nicht erst, insofern kann zumindest diesbezüglich nicht mit Spannung gepunktet werden. Einzig die Frage, wie erfolgreich der Vietnamese auf seinem Rachefeldzug sein wird, erzeugt etwas Spannung, und angesichts dessen gibt es letztlich etwas zu wenig Action, die aber wiederum teils recht ansehnlich vor der Kulisse der Niagarafälle inszeniert ist.
Angesichts der Ausgangssituation, die eigentlich kein klares "gut und böse"-Szenario vorgibt, klingen im nachfolgenden Handlungsverlauf dezent rassistische Untertöne bei der Figurenzeichnung der Kontrahenten an.

6.0
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Cover: Digital Man (1995)

Lars76 zu Digital Man

... ist ein Low-Budget-SciFi-B-Actioner, der es teils ordentlich krachen lässt, andererseits aber mit jeder Menge billigen digitalen sfx aufwartet, die maximal "Rasenmäher-Mann"-Niveau erreichen.

4.0
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Cover: Jimmy Hoffa (1992)

Lars76 zu Jimmy Hoffa

... ist eine packende Mischung aus Drama und Politthriller, wobei Jack Nicholson in der titelgebenden Hauptrolle als leidenschaftlicher, aber auch cholerisch-großkotziger und machtgieriger Gewerkschaftsfunktionär und späterer -president brilliert. Die Handlung umfasst die Zeit von Beginn und Mitte der '30er-Jahre, als Hoffa beginnt, sich gewerkschaftlich zu engagieren und erste Streiks unter LKW-Fahrern und Transportarbeitern organisiert, über die '50er-Jahre, zu deren Ende hin er President der "Teamsters"-Gewerkschaft wird, bis in die '70er-Jahre, als er nach mehrjähriger Verbüßung einer Haftstrafe 1975 unter bis heute nicht geklärten Umständen verschwindet.
Wenn man der Inszenierung DeVitos etwas vorwerfen kann, dann den Umstand, die umstrittene, zwiespältige Figur Hoffas trotz seiner Kontakte zur Mafia und seiner kriminellen Aktivitäten zu einseitig als Held darzustellen, was dem Vergnügen an diesem Film allerdings keinen Abbruch tut.

8.0
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Cover: Stigmata (1999)

Lars76 zu Stigmata

... ist ein konventioneller, massentauglicher, solide unterhaltender Okkultthriller mit kirchenkritischen Untertönen.

6.0
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Cover: Stephen Kings Kinder des Zorns (2009)

Lars76 zu Stephen Kings Kinder des Zorns

Für dieses Remake bzw. die Neuverfilmung einer Kurzgeschichte Stephen Kings spricht der angenehme Härtegrad. Auch atmosphärisch ist das Setting teils recht stimmig. ABER zunichte gemacht wird das Positive von der Abwesenheit eines einzigen Funkens Sympathie für die Hauptprotagonisten, das zerstrittene, einfach nur nervige Paar. Auch die titelgebenden Kinder inklusive ihres religiösen Mentors wirken über weite Strecken zu harmlos, geradezu bieder. Und das hinzugesponnene Vietnamkriegstrauma des Mannes ist schlicht zu viel und macht die eigentlich gelungene Menschenjagdszenerie im Maisfeld fast kaputt. Weitere Kritikpunkte: Von den Opferungen sieht man nur das Ergebnis, und "der, der hinter den Reihen wandelt" spielt fast gar keine Rolle, obwohl er ja zentraler Teil des heidnischen Kultes ist.

5.0
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Cover: Dämonisch (2001)

Lars76 zu Dämonisch

Wertungsstabil bei erneuter Sichtung. Leider hat Bill Paxton nur einmal beweisen können, daß er auch hinter der Kamera ein Händchen für düstere Stoffe hatte.

8.0
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Cover: Die Rap-Gang (1992)

Lars76 zu Die Rap-Gang

Nach erneuter Sichtung geht's hier einen Zähler rauf. Wie alle Beteiligten nach und nach dem Goldfieber verfallen und die Konflikte zwischen und innerhalb der beteiligten Pateien fortschreitend eskalieren, ist von Walter Hill großartig in einem sehr stimmigen Setting inszeniert, Thrill und Action sind auf den Punkt ausgeglichen dosiert.

8.0
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Cover: Apollo 13 (1995)

Lars76 zu Apollo 13

Die Geschichte um die titelgebende Mondmission, ihr Fehlschlagen und die dramatische Rettung der drei Astronauten ist konventionell inszeniertes, aber auch nach mehrfacher Sichtung noch spannendes und emotionales Kino mit einer super Besetzung.

8.0
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Cover: Nackt über Leichen (1969)

Lars76 zu Nackt über Leichen

Vorweg sei die Anmerkung erlaubt, daß der reißerische deutsche Vertriebstitel nicht im geringsten die thematische Richtung vorgibt. Mitnichten erwartet den Zuschauer hier ein Horrorfilm mit nekrophilem Einschlag.
Dr. George Dumurrier leitet in San Francisco zusammen mit seinem Bruder eine Privatklinik und führt eine unglückliche Ehe mit seiner schwer an Asthma erkrankten Frau Susan, die er seit langem mit Jane betrügt. Als letztere sich von ihm trennen will, verstirbt zeitgleich seine Frau Susan und hinterlässt George unerwartet eine hoch dotierte Lebensversicherung. Als er kurze Zeit später scheinbar nicht ganz zufällig eine Stripperin kennenlernt, die seiner toten Frau frappierend ähnelt, gerät George unter Mordverdacht.
Die Auflösung der intriganten Vorgänge kommt recht früh im Handlungsverlauf, aber dennoch wird der Zuschauer bis zum Ende in gewisser Weise in eine falsche Richtung geführt.
Diverse Quellen bezeichnen dieses Werk als Fulcis ersten Giallo. Ich erkenne hier selbst nicht die klassischen Merkmale, aber man bekommt jedenfalls einen spannenden Thriller geboten, gediegen inszeniert und mit einer teils verpielten und experimentierfreudigen Kamera gefilmt, der noch ohne die später für Fulci typischen Gewaltexzesse und Gore-sfx auskommt, was ihm aber keinen Abbruch tut.

7.0
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Cover: Es (2017)

lordvalek zu Es

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7.0
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Cover: The Execution (1985)

Lars76 zu The Execution

1970, Los Angeles: Fünf Freundinnen in mittleren Jahren, die zusammen das KZ Birkenau überlebt haben, meinen während eines Spieleabends in einem TV-Interview in einem Restaurantbesitzer die "Bestie von Birkenau", den ehemaligen Lagerarzt wiederzuerkennen. Nachdem sie sicher sind, beschließen sie, den Betroffenen "gemeinsam" zu töten, indem per Los über die potentielle Attentäterin entschieden wird, aber keine von Ihnen erfährt, wen es getroffen hat. Nach tatsächlich erfolgter "Hinrichtung" wird ein scheinbar Unschuldiger unter dringendem Tatverdacht verhaftet, woraufhin die Freundinnen beschließen, alle das gleiche Geständnis abzulegen.
Dieses Drama ist leider weit entfernt von einem knackigen Selbstjustizkracher und leider auch über weite Phasen wenig dramatisch, sondern einfach nur zäh, da kann auch ein Twist am Ende wenig reißen.

3.0
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Cover: Wolfman (2010)

Lars76 zu Wolfman

... ist ein optisch ansprechend, düster-atmosphärisch inszeniertes Remake des Originals von 1941, den ich zugegebenermaßen nicht kenne. Insofern ist mir ein Vergleich und ein Urteil über Sinn und Zweckmäßigkeit dieses Remakes nicht möglich.
Wirklich negativ fällt hier nichts auf, zwar sind die Verwandlungsszenen überwiegend mit CGI gelöst, das aber zumindest nicht schlecht, und ausgleichend gibt es bei zahlreichen Splatter- und Gore-sfx jede Menge Handarbeit zu sehen. Die Besetzung ist gut gewählt, und alle leisten eine überzeugende Darbietung.

7.0
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