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5.4
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5.4Oblivion

Land:
USA 2013, 124 min, ab 12
Genres:
Action, Adventure, Sci-Fi
Regie:
Joseph Kosinski
Drehbuch:
Karl Gajdusek, Michael Arndt
Darsteller:
Tom Cruise, Morgan Freeman, Olga Kurylenko, Andrea Riseborough, Nikolaj Coster-Waldau, Melissa Leo, Zoe Bell, Abigail Lowe, Isabelle Lowe, John L. Armijo
Wertungen:
7.0 6.7

Inhalt

Nach einem Angriff von Außerirdischen wurde die Erde fast komplett zerstört. Die überlebenden Menschen wurden evakuiert und leben nun über den Wolken. weiter auf ofdb.de

Kritik

Perfektes Design. ... weiter auf critic.de

Trailer bei YouTube und bei critic.de

  • Oblivion Official Trailer #1 Tom Cruise Sci-Fi Movie HD
  • Oblivion - Theatrical Trailer
  • OBLIVION Offizieller Trailer German Deutsch HD 2013 | Tom Cruise
  • Oblivion - Trailer

Majkel_Kroyst

Hat mir wesentlich besser gefallen, als erwartet. Fand ihn unterhaltsam und dafür, dass der Plot bekannt bzw. recht eklektisch ist, auch relativ überraschend.

Ich fand den Film gut, allerdings scheine ich mit meiner Meinung hier eher allein zu sein. Generell hänge ich ja dem alten Kalauer an: Was ist besser, als ein Film mit Tom Cruise? Richtig: Ein Film ohne Tom Cruise.
Man kann dem Film durchaus einiges vorwerfen, aber ich habe mich letztlich doch für eine numerisch hohe Wertung entschieden, weil mir viele Ideen gut gefallen haben und der Film auf mich recht rund wirkt, allerdings mit Dellen.
Ich verstecke mal den restlichen Kommentar im Spoiler. Dann wird es nicht so nervig lang hier.

[Spoiler]Ich habe schon länger keinen Mainstream-Film gesehen, der so viele Klassiker bzw. andere Filme zitiert bzw. Motive und allgemein Elemente aufnimmt. Mir fallen da schlagartig „Planet der Affen“, „Matrix“, „12 Monkeys“, „Wall-E“(!), „Schlaflos in Seattle“, „Moon“, „Total Recall“ und, und, und - ein. Ich behaupte, dass jeder halbwegs einschlägig vorgebildete Zuschauer von der ersten Szene an eine Idee hat, was demnächst kommen wird. Das Raisonnieren des Protagonisten über seine bruchstückhaften Erinnerungen, die unterlegt sind mit altfilmigwirkenden Rückblenden und der Hinweis darauf, dass er einer verpflichtenden Erinnerungslöschung, die ansonsten unkommentiert bleibt, unterzogen wurde, zeigt, wohin der Zuschauer denken soll. Kurzum: Man weiß, dass sich hinter der Geschichte, die der Protagonist bislang als Wirklichkeit annimmt, eine riesige Sauerei steckt, dass die Guten eigentlich die Bösen sind, ... und so weiter.

Es gibt einige kleinere Überraschungen, aber letztlich läuft der Film in die Richtung, die man von Anfang an erwartet. Genauso verhält es sich mit den Charakteren, die keine nennenswerte Entwicklung während des Film durchlaufen. Auch beim Protagonisten, Tom Cruise aka Jack Harper, passiert nicht viel. Er ist von Anfang an misstrauisch, wähnt, dass da ein Geheimnis lauert und behält recht. Seine „Team-Gattin“ ist zu sehr von der bösen Seite überformt, als dass sie eine Hilfe sein könnte bzw. Rettung finden könnte. Seine „echte“ Frau hat die Rolle der verhuschten Lichtfigur und ist mehr Symbol, denn Charakter und liefert wenig Dynamik, sondern schmachtet vor allem vor sich hin. Und die Rebellen oder wie man sie nennen will, liefern auch in erster Linie die Stanze, die man braucht, um diesen Film nach Vorschrift zu einem Ende zu bringen. Morgan Freeman macht sich seine Sache leicht und spielt einfach Laurence Fishburnes „Matrix“-Rolle nach – Tom Cruise macht mit. Der Anführer-Sidekick der Rebellen weiß auch, was er zu tun hat: Misstrauisch, aber im Herzen gut und nicht zuletzt ein edler Recke.
Ach ja – von Tom Cruise gibt es auch keine unerwartbaren Überraschungen, was seinen mimischen Ausdruck angeht. Cruise schauspielerische Bandbreite verdient es ja eigentlich nicht, so genannt zu werden, aber gerade angesichts seiner Ausdrucksarmut ist es erstaunlich, in welchen Rollen er dann doch funktioniert. Auch wenn ich sie eigentlich nicht mag, so muss ich doch zugeben, dass die Cruise'sche Ausstrahlung enorm ist. (Ganz davon abgesehen, dass Cruise demzufolge, was man so hört insgesamt nicht gerade sympathisch erscheint.) Die alphamännchenhafte Virilität, mit der er durch seine Filme stolziert trägt ihn seit Jahrzehnten durch die Filmwelt und liefert auf eigenartige Weise immer wieder Energie für tolle Rollen (z.B. in „Tropic Thunder“, „Magnolia“, „Rain Man“ usw.) Kurzum: Tom Cruise ist eigentlich scheiße, aber er funktioniert und mit ihm kann man gute Filme drehen.

Die eigentlichen Wendungen des Films fallen eher im Kleinen an, wenn überhaupt. Da kommt dann mal ein Punkt daher, mit dem nicht unbedingt zu rechnen war, der aber dann doch gut hinein passt. So z.B., wenn der Zuschauer Tom Cruise in seine „Henry-David-Thoreau-Gedächtnishütte“ folgen darf. Das ist zwar wenig überraschend, aber in dem Moment wird darauf hingewiesen, dass auch der Zuschauer nicht immer alles weiß, ein billiger Trick, der aber das Feld öffnet.

Schön, wenn auch nicht gerade genial, sind die Stilmittel, die der Film aufwendet, besonders in ihrer grausamen Übertreibung.
Besonders in den Anfängen überfällt der Film den Zuschauer optisch mit Farbfiltern und einer geradezu erschlagenden Ästhetisierung, die wenig subtil klarmacht, dass da etwas nicht stimmt. Warm, erdig und ockerig dröhnt das Licht in dem hyper-designten Bungalow über den Wolken (sic!), den Cruise und seine Frau bewohnen. Ein klitzekleines bisschen Kapitalismuskritik klingt an, wenn die wiederkehrende Frage der Leitstelle, ob das Paar (Crusie + Frau) noch immer ein „effizientes Team“ seien, von Cruise Gefährtin affirmierend wiederholt wird. Das war es dann aber auch. „Oblivion“ bleibt meilenwert von der flächig-harten Kritik eines „Elysiums“ entfernt.
So beunruhigend einlullend, erdig, wie die Farben des Films eigentlich schon alles abdecken, so deckt der x-meterhohe erdige Staub auf der verwüsteten Erde alles zu, was von der menschlichen Zivilisation übrig geblieben ist. Die Analogie in die die Gebäude zu den Erinnerungen gesetzt werden, ist geradezu unverschämt. Da ragt aus dem erdigen Dreck die Aussichtsplattform eines hohen Stadtgebäudes auf, auf dem sich offenbar ein wichtiger Teil eines früheren Lebens des Protagonisten abgespielt hat. Und genauso, wie der Ort der Erinnerung aus dem Dreck ragt, ragt auch die Erinnerung aus dem Unterbewussten auf.
Wieder weiß der geneigte Zuschauer: „Aha, auch hier ist also einiges verborgen!“
Ich hätte fast ein wenig doof gegrinst, als Cruise in seinem Fluggerät zur Basis heimkehrt, nachdem er seine „echte Frau“ gefunden hat. Da eiert das Fliewatüüt pötzlich ganz mächtig und setzt rumpelig auf der Landeplattform auf und nicht mehr so übermenschlich gezirkelt, wie vorher. Damit auch der letzte Depp weiß, dass hier jemand in seinen Grundfesten erschüttert wurde und nicht mehr perfekt weiter funktionieren kann. (Da muss ich natürlich an „Léon“ in „Léon – Der Profi“, wenn Jean Reno plötzlich nach einem Killer-Auftrag verwundet zurückkehrt, weil er durch die Entdeckung der Liebe zu Mathilda quasi seine Unverwundbarkeit verloren hat, indem er zum Menschen wurde. Ein uraltes Motiv, dass bis zu Adam und Eva (Paradiesverlust durch Erkenntnis von Gut und Böse) und darüber hinaus zurück reicht. „Oblivion“ kratzt an der Thematik allerdings lediglich.)
Mir scheint es, dass die Stilmittel in „Oblivion“ so gewählt wurden, dass niemand zurück gelassen wird, bloß weil ihn evt. die Interpretation überfordert. Ich frage mich, ob „Oblivion“ seine Zuschauer für ein wenig schlicht gestrickt hält oder die Autoren es einfach nicht subtiler hin bekommen habe – oder ob es vielleicht Absicht ist, weil dahinter noch eine Botschaft steckt, nämlich die, dass man jahrzehntelang über die eigentlich offensichtlichen Dinge hinwegsehen kann und dass Gewohnheit, Selbstverständlichkeit und Angst einen daran hindern, den Dreck weg zu räumen, um zu erkennen, dass es hinter dem schönen, glatten Leben ein wirkliches gibt, zu dem der Mensch doch eigentlich hin will und soll.
Auch nicht besonders tief schürfend, aber immerhin eine radikale Kritik.

Was bleibt von dem Film? Nicht wirklich viel. Er ist – vor allem in den Szenen im ' Basis-Bungalow' - erdrückend ästhetisierend fotografiert und vermeidet dramaturgisch eine Tiefe, die ihm wohl auch nicht gelungen wäre. Ästhetisch fällt der Film ab, wenn er sich dem Kern des Plots nähert. Das könnte man für ein Stilmittel halten, allerdings scheint es mir eher ein Zeichen mangelnder Ideen. Die Rebellen sind eher Staffage; Morgan Freeman stolziert als überstrahlende, stereotype Führerfigur durch die Geschichte. Die Konstellation Tom-Cruise-und-seine-beiden-Frauen bleibt geradezu schamlos unter ihren Möglichkeiten, als habe man das männliche, jugendliche Publikum nicht vergraulen wollen mit Beziehungsknatsch. Die Vorgeschichte wird mit ein paar knappen Rückblenden filmisch nachgeliefert, wobei die Frage, wie die ganze Klon-Aktion bzw. alles, was damals auf dem Alien-Raumschiff eigentlich noch passiert ist, ablief, gnädig ausgeblendet wird. Da kann sich jeder seine eigenen, schrecklichen Gedanken machen.


Was rettet den Film dann eigentlich noch davor, schlecht zu sein? Ganz einfach: er regt für seine Mittel geschickt zum Nachdenken an, ist schön anzusehen und ausreichend spannend.
So richtig kann ich mir allerdings auch nicht erklären, warum mich der Film zu so einem ausufernden Kommentar verführt hat.

7.0

Woodegger

ich hatte auch weniger erwartet, wurde dann letzendlich doch mit ein paar überzeugenden ideen und überraschenden wendungen belohnt. von daher ist dein positiver kommentar völlig legitim.
tom cruise stört zwar nicht, eine bereicherung für den film ist er deswegen wohl kaum! gibt nur wenige filme wo ich seine hollywoodfresse in zusammenhang mit schauspiel gut fand: interview mit einem vampir, geboren am 4. juli, cocktail, jerry maguire, rain man und in mission impossible ist er für mich auch perfekt besetzt...

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paul

Die IMDB- und Moviepilot-Wertung kann ich Null nachvollziehen!!!!

5.0
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fabian

Ich hatte wirklich gehofft dass er gut wird, trotz der vielen negativen Meinungen die ich gehört habe. Leider nein. Zwar war, wie zu erwarten war, die Stimmung, Bilder und Mucke nett, aber auch nicht viel mehr, und vor allem konnte das nicht den dermaßen langweiligen Film retten. Es passiert eigentlich nichts. Story hin oder her, es war einfach nichts los. Die ganze Zeit wartete ich auf ein (Zwischen)Hoch, aber nichts. Plätschert hallt so vor sich hin. Wäre wahrscheinlich ein dufter Film geworden wenn ordentlich Action dabei gewesen wäre. Aber so, leider nein.

5.0
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cothoga

Der Soundtrack, die Bilder sind gut, es kommt auch Atmosphäre auf, aber ansonsten ist der Film ein Ärgerniss und ich würde hier zu viel verraten, wenn ich alle Einzelheiten aufzähle.
Einzig gut in ihren kurzen Auftritten war Melissa Leo. Das Ende - echt zum K ...
... mmmh ... dennoch hat der olle Film mich beschäftigt.

4.5

Hendrik

Na, das klingt ja nicht so schön!

fabian

Ich werd's trotzdem versuchen, hoffe auf starke Atmosphäre ...

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