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8.8
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8.8No Country for Old Men

Land:
USA, Mexico 2007, 122 min, ab 16
Genres:
Crime, Drama, Thriller
Regie:
Ethan Coen, Joel Coen
Drehbuch:
Joel Coen, Ethan Coen
Darsteller:
Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, Woody Harrelson, Kelly Macdonald, Garret Dillahunt, Tess Harper, Barry Corbin, Stephen Root, Rodger Boyce
Wertungen:
8.1 7.9

Inhalt

Der alternde Sheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones) ist auf der Suche nach dem psychopathischen Mörder Anton Chigurh (Javier Bardem), der nach seiner Flucht aus der Zelle im örtlichen Polizeirevier eine blutige Spur hinter sich her zieht. Während der Sheriff immer einen Schritt hinter dem Mörder ist verfolgt der sadistische Anton seinerseits ebenfalls ... weiter auf ofdb.de

Kritik

Ethan und Joel Coen haben sich zwischen Independentkino und Hollywood als wahrhafte Autorenfilmer etabliert. Mit dem mythischen Thriller No Country for Old Men übertreffen sie nun ihre eigenen Klassiker. ... weiter auf critic.de

Trailer bei YouTube und bei critic.de

  • No Country For Old Men (2007) Official Trailer - Tommy Lee Jones, Javier Bardem Movie HD
  • No Country For Old Men Trailer
  • No Country For Old Men - German (uncut) Trailer
  • No Country for Old Men

Lars76

Auch nach Erstlektüre des Romans bleibt die Verfilmung wertungsstabil. Perfekte Adaption durch die Coen-Brüder!

10.0
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Lars76

Jede weitere Sichtung festigt die Höchstwertung. Ten again!

10.0
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Lars76

Bisher stand der bei mir bei 9 Zählern, aber nach erneuter Sichtung muss ich dem hier auch mal die Höchstwertung zukommen lassen, denn nichts anderes verdient der in meinen Augen (bisher) beste Film der Coen-Brüder. Auch nach mehrfacher Sichtung UND trotz extremer Entschleunigung, selbst in den "Action"-Szenen, bleibt dieser Film absolut faszinierend, sowohl was die gebotenen Bilder und schauspielerischen Leistungen betrifft, als auch die Tatsache, daß die Coens es schaffen, bei aller gezeigten Brutalität "ihren" Humor unterzubringen, ohne daß er auch nur im geringsten deplaziert wirkt.
Bei den Oscars (mag man von ihrer Bedeutung halten, was man will), gehe ich komplett mit, einzig unverständlich bleibt mir, warum die Rolle Javier Bardems als "Nebenrolle" bezeichnet wird. Denn was wäre dieser Film ohne ihn bzw. seinen Part? Seine diabolisch gute Darstellung des psychopathischen Killers mit Prinzipien ist einfach grandios.
Toll, wie Bilder, Minenspiel und Dialoge zwei Stunden Film tragen können!

10.0
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Majkel_Kroyst

Ein unglaublich starker Film.

10.0

Majkel_Kroyst

Nun gut, dann will ich mich kurz erklären.
Ganz einfach:
An diesem Film stimmt so ziemlich alles.
Es fällt mir ein wenig schwer, irgendwo anzufangen, aber der Film hat auf mich eine geradezu hypnotische Wirkung gehabt. Es war einer der Filme, bei denen ich aus dem Kino gegangen bin und mir gewünscht habe, dass ich ihn noch nicht gesehen hätte, damit ich ich noch einmal das erste Mal sehen könnte. Schon Javier Bardem macht den Film sehenswert mit seiner grandiosen Darstellung des psychopathischen Antagonisten. Bardem hat sich später in Interview darüber beklagt, dass die Coen-Brüder ihn wochenlang mit diesem beknackten Haarschnitt haben herumlaufen lassen – aber das war es wert. Neben Figuren wie Hannibal Lecter und Norman Stansfield ist mit Anton Chigurh ein weiterer genialischer Bösewicht geschaffen worden, der bei aller abstoßenden Bösartigkeit eine Faszination ausstrahlt, dass man meint, selbst auf den Geschmack kommen zu können, mit dem Hackebeilchen durch die Lande zu streifen.
Auch Josh Brolin macht seine Sache sehr gut, nicht zuletzt ist aber die Rolle des Llewelyn der perfekte Gegenpart zu Chigurh; beide sind einzelgängerische Krieger mit eigenem Auftrag und nur Llewelyn könnte Chigurh das Wasser reichen. [Spoiler]So ist es denn auch nur konsequent, dass Llewelyn eher en passant von den mexikanischen Ganoven getötet wird. Sein Ableben ist mehr Unfall oder auch Intrige, womit die Frage, wer wen zur Strecke bringen würde ungelöst bleibt. Es ist eine vielleicht wenig elegante Lösung, um die Problematik an sich in diesem Story-Kniff quasi philosophisch aufzuheben. Die Sache bleibt für immer offen, so ist es eben.
Nichtsdestotrotz ist Chigurh die Figur, die im Sinn bleibt, mit schwarzes-loch-artigen finsterem Appeal. In gewisser Weise ist er die Grundidee der Storyline. Chigurh ist das fleischgewordene Schicksal. Unaufhaltsam, selbstgerecht und verrückt. Eine absolute Sternstunde des Films, dem Mann zuzuschauen. Der Oscar war mehr als verdient.
Tommy Lee Jones (und das ich-habe-alles-gesehen-Steinrelief, das er als Gesicht mit sich herum trägt) als alternder Sheriff ist ebenso eine glänzende Besetzung. Ein gravitätischer Haudegen, der als Kommentator der schlimmen Dinge, die da in der Welt geschehen den Film begleitet und die Weisheit des alten Hasen verkörpert. Schön, dass sich die Coen-Brüder nicht zu schade sind, ihm einen grenz-debilen Deputy als Sidekick zu Verfügung zu stellen. Dadurch kommen nicht nur einige schöne doofe Witze zu Stande, sondern es wird auch die Bleischwere des Films torpediert.
Auch die restliche Darstellerriege macht ihre Sache ausgezeichnet bzw. ist wunderbar besetzt, man schaue sich nur die Szene in der Tankstelle an. Von Woody Harrelson ganz zu schweigen.
Und damit wären nur die schauspielerischen Leistungen angesprochen. Der Film ist zudem – selbstverständlich – ganz herrlich fotografiert. Ganz davon abgesehen, dass die Story recht originell ist, ist die Dramaturgie ganz ausgezeichnet. Die Figuren, als auch der Plot selbst schieben sich kunstvoll in die Geschichte hinein, so dass man einerseits staunend den schönen Bildern und der grausigen Geschichte zusieht und andererseits sich an der grausig-schönen Entfaltung der Geschichte delektieren kann.
Der Film ist faszinierend und spannend, wofür es mehrere Gründe gibt, nicht zuletzt liegt es aber sicherlich auch an der zum Teil geradezu verstörenden Härte und Brutalität, die gezeigt wird. Das mag zum Teil gewaltpornografisch wirken, aber ich würde kaum behaupten, dass der Film wirklich gewaltverherrlichend ist. Dafür ist er dann doch zu düster und moralkritisch.

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Rike

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10.0
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