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7.5Suburbicon

Land:
USA, UK 2017, 105 min, ab 16
Genres:
Crime, Drama, Mystery, Thriller
Regie:
George Clooney
Drehbuch:
Joel Coen, Ethan Coen, George Clooney, Grant Heslov
Darsteller:
Steve Monroe, Gavin Wilde, Landon Gordon, Hope Banks, Karimah Westbrook, James Handy, Mather Zickel, Josh Meyer, Vince Cefalu, Michael D. Cohen
Wertungen:
k.A. 6.0

Inhalt

A crime mystery set in the quiet family town of Suburbicon during the 1950s, where the best and worst of humanity is hilariously reflected through the deeds of seemingly ordinary people. When a home invasion turns deadly, a picture-perfect family turns to blackmail, revenge and betrayal. weiter auf imdb.com

Kritik

Auf, auf, wir müssen zurück in die 1950er! Hinter Vorstadtfassaden gucken, Abgründe entdecken, uns vielleicht sogar ein bisschen Trump erklären lassen. Aber keine Angst, es wird ganz lustig mit Suburbicon, wir haben nämlich ein altes Drehbuch von den Coens im Gepäck … ... weiter auf critic.de

Trailer bei YouTube und bei critic.de

  • Suburbicon Official Trailer #1 (2017) Matt Damon, Oscar Isaac Crime Comedy HD
  • Suburbicon (2017) - Official Trailer - Paramount Pictures
  • SUBURBICON Trailer German Deutsch (2017)
  • Suburbicon - Trailer

Hendrik

"Suburbicon" ist voll von tollen Details und Momenten aber ja, die Kombination aus Rassismus-Drama und Noir-Groteske funktioniert insgesamt nur sehr eingeschränkt. Das Drama wirkt wenig zwingend, gleichsam drangepappt. Das Thema ist aber gleichzeitig zu wichtig, um diese nachlässige Behandlung zu vertragen. Der Ton in beiden Handlungssträngen ist auch zu unterschiedlich, sie stören einander. Darüberhinaus hat Lars alles wichtige gesagt. Mir hat übrigens Matt Damon mit seiner Darstellung des klemmig-skrupellosen Gardner Lodge am besten gefallen! Trotz allem:Toller Film!

8.0
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Lars76

In einer Ende der 1940er-Jahre am Reißbrett entworfenen US-amerikanischen Kleinstadtidylle wächst Ende der '50er-Jahre der junge Nicky Lodge auf, zusammen mit seinem autoritären Vater Gardner Lodge (Matt Damon) und seiner seit einem Autounfall an den Rollstuhl gefesselten Mutter Rose Lodge (Julianne Moore). Aus Nickys Sicht wird erzählt, wie die ihn umgebende oberflächlich heile Welt zusammenbricht und die gartenzaunweiße Fassade bröckelt, als erst die erste schwarze Familie in die weiße Vorzeigewelt zieht und wenig später bei einem scheinbar eskalierenden Raubüberfall seine Mutter ermordet wird.
Vor dem Haus der farbigen Nachbarn etablieren sich dauerhafte Mahnwachen, die sich im Verlauf der Handlung zu einem wütenden Mob auswachsen. Und schon kurz nach der Beerdigung von Nickys Mutter holt sein Vater deren Zwillingsschester Margaret (Julianne Moore in einer Doppelrolle) ins Haus, vorgeblich, um Nicky einen konstanten Mutterersatz zu bieten. Doch Nicky, der ein guter Beobachter ist, findet schnell heraus, daß nicht alles so ist, wie es scheint zu sein, und gerät selbst in akute Lebensgefahr.
Visuell und akkustisch ist George Clooneys Verfilmung eines Jahrzehnte alten Drehbuches der Coen-Brüder mit seinem perfekten '50er-Jahre-Produktionsdesign und seinem teils jazzigen Score ein Leckerbissen. Auch die Schauspieler machen einen erwartungsgemäß guten Job, wobei Oscar Isaac mit einem recht kurzen Auftritt als schmieriger, korrupter Versicherungsdetektiv alle in den Schatten stellt.
Natürlich merkt man dem Stoff an, daß er aus der Feder der Coens stammt, obwohl die Inszenierung nie den Humor und die Absurdität ihrer eigenen Inszenierungen erreicht. Warum Clooney (wenn meine Informationen richtig sind) den Rassismus-Handlungsstrang beigefügt hat, bleibt unklar, denn der bleibt nur Kulisse und Randnotiz, was der Thematik nicht gerecht wird. Zwar trägt die Inszenierung Clooneys eigene Handschrift, ohne den Stil der Coens zu kopieren, aber die Kombination von Rassismus-Drama und zynisch-schwarzhumorigem Noir-Thriller funktioniert nur bedingt. Zumindest hält beides der spießigen, oberflächlich blütenreinen weißen Mittelschicht den Spiegel vor, der die tiefen Abgründe hinter der Gartenzaunfassade zeigt.

7.0
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